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Carl-Friedrich-Gauß |
Projekte
An dieser Stelle werden diverse Projekte vorgestellt, die von SchülerInnen und
LehrerInnen in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden oder immer noch aktuell sind.
Das Gauß-Projekt
Projektwoche der Carl-Friedrich-Gauß Hauptschule in Zeven Vorbemerkung Die achten Klassen an Hauptschulen sind oftmals die schwierigsten Jahrgänge. Pubertät, Identitätssuche, Schulverweigerung und Autoritätskonflikte prägen das Alltagsgeschehen an den Schulen. Nachdem die Gauß-Hauptschule in Zeven sich entschlossen hatte, an dem Wettbewerb der Stadt Göttingen zum 150ten Todestag von Carl-Friedrich Gauß teilzunehmen, stellte sich die Frage mit welchen SchülerInnen dieses Projekt durchgeführt werden sollte. Es gab die Möglichkeit, dies mit ausgewählten SchülerInnen der 10ten Klassen zu machen, da diese von ihren Fähigkeiten und ihrer Motivation am ehesten dazu in der Lage wären, einen Beitrag zu diesem Jahr zu leisten. Der Sozialarbeiter der Schule plädierte dafür, dieses Projekt mit der Klasse 8b durchzuführen. Er hatte viele SchülerInnen durch seine Arbeit kennen gelernt, oftmals waren sie während der Unterrichtszeit zu ihm geschickt worden, das Klima zwischen SchülerInnen und LehrerInnen war angespannt. Ein zielorientiertes Projekt durchzuführen war ein Experiment, das den SchülerInnen die Möglichkeit gab, für eine kurze Zeit eine andere Art des Lernens kennen zu lernen - allerdings musste es auf freiwilliger Basis und mit der Bereitschaft zu Teamarbeit einhergehen. Die Stadt Zeven, in der Gauß 1824/25 für eine kurze Zeit gelebt hatte, um seine Landvermessungen durchzuführen, wollte am 23. Februar, dem Todestag von Gauß, ein Zimmer in der alten Posthalterei, wo Gauß während seines Aufenthaltes gewohnt hatte, einrichten. Dieser Anlass war eine gute Gelegenheit, eine Dokumentation über das Wirken von Gauß in Zeven zu erstellen. Nachdem den SchülerInnen die Idee vorgestellt worden war und alle sich bereit erklärt hatten, daran aktiv mitzuarbeiten, wurde der Klasse 8b die Möglichkeit gegeben, das Projekt durchzuführen. Vorbereitung Die Schulleitung stellte der Klasse 8b eine Woche zur Verfügung, in der der normale Unterricht ausfiel und die SchülerInnen die Themen bearbeiten konnten. In Vorgesprächen wurde sich auf folgende Themenauswahl geeinigt:
a) Wie unsere Welt um 1825 aussah Um die einzelnen Themen zu bearbeiten, wurde die Klasse in verschiedene Gruppen aufgeteilt, in die sich die SchülerInnen nach Interesse und Können eintragen konnten. Die Film- und Computergruppe brauchte besondere Vorbereitungszeit, da viele Fähigkeiten neu gelernt werden mussten - Kamerabedienung, Schnitttechniken, Einüben von Dialogen etc. Für die Herstellung des Flugblattes war es wichtig, Computerprogramme wie Word oder Publisher kennen zu lernen. Für die Vorbereitung gab es zwei Wochen vor Beginn der Projektwoche jeweils vier Schulstunden in der Woche, in denen die ersten Versuche gemacht wurden. Hindernisse gab es viele, bei den ersten Drehversuchen fiel die Schulkamera vom Fensterbrett und war nicht mehr zu gebrauchen. Freundlicherweise stellte die Kreisbildstelle dann für die Projektwoche zwei Kameras zur Verfügung. Nachdem das Projekt allmählich Gestalt annahm, kam die Musikgruppe der Schule hinzu und übte ein Lied aus der damaligen Zeit ein.
Die ersten Übungsstunden hatten gezeigt, dass es für viele SchülerInnen schwierig war,
selbständig und im Team zu arbeiten. Um konkrete Arbeitsergebnisse zu erhalten,
war es notwendig, Verantwortung zu verteilen und auf Engagement zu hoffen. 1. Tag Die Klasse hatte sich entschlossen, in der Projektwoche einen Film über die Besteigung des Zevener Kirchturms zu drehen und am Todestag von C.-F. Gauß ein Flugblatt in der Zevener Innenstadt zu verteilen und Passanten über die Verbindung von Gauß und Zeven zu interviewen. Die Arbeitsgruppen teilten sich am Montagmorgen auf und begannen mit ihrer Arbeit. Die Zeitungsgruppe hatte den ehemaligen Lehrer Albers in die Schule eingeladen, um von ihm Informationen über das Leben und die Form der Schule von 1825 zu erfahren. Die Filmgruppe ging in die Turnhalle, um den Handlungsablauf des Filmes noch einmal durchzuspielen. Eine Gruppe machte sich an die Bearbeitung der Stellwand, auf der die Vermessung von Gauß im Zevener Raum dargestellt wurde. Kostüme wurden gebastelt und Informationen über Gauß aus verschiedenen Quellen gesammelt. 2. Tag Am Dienstag wurde der Film gedreht. Um halb Neun traf sich die Crew in der Zevener Ahe, wo ein engagierter Kutscher schon wartete. Gauß und sein Gehilfe stiegen ein und fuhren zum Zevener Kloster, wo die Leiterin Frau del Testa die Räume für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt hatte. Zwei Kameramänner filmten das Geschehen. Die Besteigung des Zevener Kirchturmes war ein kleines Abenteuer, einen Kameramann verließ der Mut angesichts der steilen Treppen und Leitern, die er emporsteigen musste. Die Abschlussszene wurde wiederum im Kloster gedreht. Gauß muss das Kloster verlassen, weil er sich nicht um seinen kranken Gehilfen kümmert, sondern nur seine Berechnungen im Kopf hat. Diese Handlung ist frei erfunden worden. Während die Filmgruppe außerhalb der Schule arbeitete, wurde von den anderen Gruppen weiter am Flugblatt und an der Stellwand gearbeitet. 3. Tag Mittwoch, der 23.2.2005, der 150. Todestag von Carl-Friedrich Gauß. Gegen zehn Uhr begibt sich die Klasse zusammen mit der Musikgruppe in die Zevener Innenstadt, sammelt sich am Gauß-Brunnen, befragt Passanten über Gauß aus und überreicht dem Zevener Samtgemeindebürgermeister Manfred Rieken den "Zevener Boten von 1825", in dem die Ankunft von Gauß in Zeven verkündet wird. Die Gesangsgruppe wandert durch die Stadt und singt an verschiedenen Stellen das "Bürgerlied". An die Passanten in der Fußgängerzone werden ebenfalls die Flugblätter verteilt. Herr Sperl vom NDR erscheint, macht Musikaufnahmen und ein Interview mit dem Gauß-Darsteller über das Zusammenzählen der Zahlen von 1 bis 100. Das Interview wird noch am gleichen Tag abends von Radio Niedersachsen ausgestrahlt. Am Nachmittag eröffnet die Stadt Zeven mit geladenen Gästen das Gauß-Gedächtniszimmer in der alten Posthalterei, jetzt das "Haus des Handwerkes". 4. Tag Ein Teil der Klasse besucht das neu eingerichtete Gauß-Zimmer, während die anderen ihre Arbeiten beenden. 5. Tag Die Stellwände werden in der Pausenhalle aufgebaut und im Schülercafe wird eine von den Schülerinnen und Schülern selber zubereitete Steckrübensuppe als ein Beispiel für ein häufig verwendetes Gemüse der damaligen Zeit gereicht. Die Leiterin des Museums Zeven Frau del Testa, Lehrer Albers und der Kutscher Erwin Böhnke mit seiner Frau sind die Gäste. Die ersten gedrehten Videoaufnahmen werden einer fünften Klasse vorgeführt. Fotos Schlussbemerkung Eine arbeitsreiche und wunderbare Woche liegt hinter den Beteiligten. Es ist in dieser Woche viel geschehen und es sind Bilder entstanden, die vielen noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben werden. Die Klasse 8b gewinnt den Sonderpreis beim Gauß-Wettbewerb in Göttingen |
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| Carl-Friedrich-Gauß-Hauptschule - Kanalstraße 45 - 27404 Zeven - Telefon: 04281/2323 | ||