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    Carl-Friedrich-Gauß
    Hauptschule
    in Zeven


Die Gauß-Schülerfirma

Einzelne LehrerInnen der Gauß-Hauptschule gründeten bereits in den vergangenen Schuljahren immer mal wieder kleine Schülerfirmen. Allerdings waren diese jedesmal zeitlich begrenzt. So dauerte es bis zum Schulajhr 2006/2007 bis sich die erste offizielle Gauß-Schülerfirma gründete.


Schülerfirma - Warum?

Themen des Wirtschaft-Unterrichts sind oft sehr trocken und theoretisch, mit dem Ergebnis, dass sich die SchülerInnen schnell langweilen.

Das, was im Wirtschaft-Unterricht besprochen wird, kann man oft auch am praktischen Beispiel erproben. Auf diese Weise wird die Wirklichkeit des Wirtschaftslebens besser vorstellbar.

Zum Beispiel:

1. Ein Produkt/eine Dienstleistung wird geplant.
2. Der Materialbedarf wird berechnet.
3. Preise werden kalkuliert.
4. Der Bedarf wird ermittelt.
5. Das Produkt wird hergestellt, die Dienstleistung erbracht.
6. Es wird Werbung gemacht.
7. Das Produkt wird verkauft.

All dies haben einige Schülergruppen/Klassen schon mehrfach erprobt, allerdings immer zeitlich begrenzt:

- Hot Dog-Verkauf
- Produktion von Tulpenvasen
- Verkauf von Schreibwaren
- Verkauf von Waffeln

Dabei haben alle gute Erfahrungen gemacht:

- wirtschaftliche Zusammenhänge versteht man besser
- praktisches Arbeiten macht Spaß
- gemeinsamer Erfolg motiviert
- jeder wird mit seinen Fähigkeiten gebraucht und
- wird sinnvoll eingesetzt

Die hergestellten Produkte sollen gewinnbringend verkauft und die erwirtschafteten Erträge reinvestiert werden. Doch neben bzw. vor diesem wirtschaftlichen Ziel stehen folgende Lernziele und Qualifikationen im Mittelpunkt der hier beschriebenen Methode:

1. Handlungskompetenz

- Entscheidungsfähigkeit fördern
- Handlungsalternativen entwickeln
- selbstständig oder im Team Probleme lösen

2. Soziale Kompetenz

- Kommunikationsfähigkeit
- Teamfähigkeit
- Kritik üben und aushalten
- Verantwortungsbewusstsein

3. Methodenkompetenz

- Lernen organisieren und planen
- Lernen, Arbeitsabläufe und Ergebnisse zu präsentieren

4. Personale Kompetenz

- neue Rollensituation als Mitarbeiter in einem Unternehmen kennen lernen
- freie Rede und Argumentation erlernen und üben

5. Nachhaltigkeitsbildung

- Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Umwelt
- Energie- und Ressourceneinsparung
- Soziales und unternehmerisches Handeln
- Veränderung des ökologischen Bewusstseins

6. Weitere Ziele

- Unterrichtsinhalte werden erlebbar
- wirtschaftliche Zusammenhänge werden durchschaubar
- Verbesserung der Motivation durch Erfolg
- Einsatz von SchülernInnen entsprechend ihrem Leistungsniveau
- Überblick über die Strukturen eines Unternehmens
- Öffnung der Schule durch Verkaufs- und Infoveranstaltungen
- Steigerung des Selbstwertgefühls durch sinnvolle Tätigkeit

Diese guten Erfahrungen wollen wir ausbauen
und jeder soll die Chance haben, sich einzubringen!

Schülerfirma - Wie geht das?

1. Wir gründen eine Schülerfirma für die 9. Klassen mit verschiedenen Abteilungen.
2. Jede/r SchülerIn im 9. Jahrgang wird Mitglied in der Schülerfirma.

Schülerfirma - Was kommt auf jede/n SchülerIn zu?

1. Jede/r SchülerIn bewirbt sich mit Begründung bis zum 15. Mai eines jeden Jahres auf eine der Abteilungen und gibt einen Alternativvorschlag an.

2. Die Bewerbungen werden von den in der Schülerfirma arbeitenden LehrerInnen gelesen, geprüft, ausgewertet und jede/r SchülerIn wird einer Abteilung zugeordnet.

3. Wenn in einer Abteilung alle Arbeitsplätze vergeben sind, wird der Alternativvorschlag berücksichtigt.

4. Wer eine mangelhafte Bewerbung einreicht, kommt automatisch in die Abteilung "Bewerbungstraining", in der sie/er das Schreiben und Begründen von Bewerbungen noch einmal übt.

5. Mit jedem/r SchülerIn wird ein Arbeitsvertrag geschlossen.

6. Die Abteilungen der Schülerfirma arbeiten jeden Donnerstag von der 1. bis zur 4. Stunde.

7. Die in der Schülerfirma erbrachten Leistungen werden in dem Fach Wirtschaft zensiert.

8. Die Arbeit in der Schülerfirma wird im Zeugnis erwähnt. Wer die Schule verlässt, erhält eine Bescheinigung über die Arbeit in der Schülerfirma.

9. SchülerInnen, die ihre Leistungen nicht erbringen, schwänzen, unentschuldigt fehlen oder andere Bestandteile des Arbeitsvertrages nicht erfüllen, werden abgemahnt und eventuell sogar gekündigt. Sie kommen dann in die Trainingsgruppe und müssen sich anschließend auf eine andere Abteilung bewerben.

Schülerfirma - Welche Abteilungen gibt es?

1. Holzwerkstatt I
2. Holzwerkstatt II
3. Holz- und Metallwerkstatt
4. Kreativwerkstatt
5. Cafeteria
6. Buchhaltung
7. Marketing
8. Bewerbungstraining
9. Schreibwarenladen
10. Multimedia
11. Sozialdienstleistungen im Cura Seniorenheim

(Aktuelle Fotos der einzelnen Abteilungen gibt es außerdem hier zu sehen).

Was in den einzelnen Abteilungen gemacht und was von den MitarbeiternInnen erwartet wird, können die SchülerInnen in einem Info - Kasten nachlesen.

Schülerfirma - Sponsoren

Für dieses Vorhaben benötigen wir ein Startkapital, das unser laufender Schuletat nicht hergibt. Denn, wenn sich so ein ehrgeiziges Vorhaben nicht auch auf ein solides Fundament gründet, droht es nach kurzer Aufbauphase einzustürzen.

Damit dies nicht passiert, hat sich die Gauß-Schülerfirma ein Sponsoren-Projekt überlegt. Wie das funktioniert, können Sie unserem Flyer entnehmen.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie möchten sich gerne finanziell an dem Projekt beteiligen, finden Sie hier unsere Kontonummer:

Sparkasse Rotenburg/W. - Bremervörde
Kontonummer: 28045946
Bankleitzahl: 24151235

Sollten Sie noch Fragen an uns haben,
erreichen Sie uns hier: hs.gauss-sl[at]ewetel.net

Schülerfirma - Das schreibt die Presse
















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