Die Gauß-Schülerfirma
Einzelne LehrerInnen der Gauß-Hauptschule gründeten bereits in den vergangenen
Schuljahren immer mal wieder kleine Schülerfirmen. Allerdings waren diese jedesmal
zeitlich begrenzt. So dauerte es bis zum Schulajhr 2006/2007 bis sich die erste
offizielle Gauß-Schülerfirma gründete.
Schülerfirma - Warum?
Themen des Wirtschaft-Unterrichts sind oft sehr trocken und theoretisch,
mit dem Ergebnis, dass sich die SchülerInnen schnell langweilen.
Das, was im Wirtschaft-Unterricht besprochen wird, kann man oft auch am praktischen
Beispiel erproben. Auf diese Weise wird die Wirklichkeit des Wirtschaftslebens
besser vorstellbar.
Zum Beispiel:
1. Ein Produkt/eine Dienstleistung wird geplant.
2. Der Materialbedarf wird berechnet.
3. Preise werden kalkuliert.
4. Der Bedarf wird ermittelt.
5. Das Produkt wird hergestellt, die Dienstleistung erbracht.
6. Es wird Werbung gemacht.
7. Das Produkt wird verkauft.
All dies haben einige Schülergruppen/Klassen schon mehrfach erprobt, allerdings
immer zeitlich begrenzt:
- Hot Dog-Verkauf
- Produktion von Tulpenvasen
- Verkauf von Schreibwaren
- Verkauf von Waffeln
Dabei haben alle gute Erfahrungen gemacht:
- wirtschaftliche Zusammenhänge versteht man besser
- praktisches Arbeiten macht Spaß
- gemeinsamer Erfolg motiviert
- jeder wird mit seinen Fähigkeiten gebraucht und
- wird sinnvoll eingesetzt
Die hergestellten Produkte sollen gewinnbringend verkauft und die erwirtschafteten
Erträge reinvestiert werden. Doch neben bzw. vor diesem wirtschaftlichen Ziel stehen
folgende Lernziele und Qualifikationen im Mittelpunkt der hier beschriebenen Methode:
1. Handlungskompetenz
- Entscheidungsfähigkeit fördern
- Handlungsalternativen entwickeln
- selbstständig oder im Team Probleme lösen
2. Soziale Kompetenz
- Kommunikationsfähigkeit
- Teamfähigkeit
- Kritik üben und aushalten
- Verantwortungsbewusstsein
3. Methodenkompetenz
- Lernen organisieren und planen
- Lernen, Arbeitsabläufe und Ergebnisse zu präsentieren
4. Personale Kompetenz
- neue Rollensituation als Mitarbeiter in einem Unternehmen kennen lernen
- freie Rede und Argumentation erlernen und üben
5. Nachhaltigkeitsbildung
- Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Umwelt
- Energie- und Ressourceneinsparung
- Soziales und unternehmerisches Handeln
- Veränderung des ökologischen Bewusstseins
6. Weitere Ziele
- Unterrichtsinhalte werden erlebbar
- wirtschaftliche Zusammenhänge werden durchschaubar
- Verbesserung der Motivation durch Erfolg
- Einsatz von SchülernInnen entsprechend ihrem Leistungsniveau
- Überblick über die Strukturen eines Unternehmens
- Öffnung der Schule durch Verkaufs- und Infoveranstaltungen
- Steigerung des Selbstwertgefühls durch sinnvolle Tätigkeit
Diese guten Erfahrungen wollen wir ausbauen
und jeder soll die Chance haben, sich einzubringen!
Schülerfirma - Wie geht das?
1. Wir gründen eine Schülerfirma für die 9. Klassen mit verschiedenen Abteilungen.
2. Jede/r SchülerIn im 9. Jahrgang wird Mitglied in der Schülerfirma.
Schülerfirma - Was kommt auf jede/n SchülerIn zu?
1. Jede/r SchülerIn bewirbt sich mit Begründung bis zum 15. Mai eines jeden Jahres
auf eine der Abteilungen und gibt einen Alternativvorschlag an.
2. Die Bewerbungen werden von den in der Schülerfirma arbeitenden LehrerInnen
gelesen, geprüft, ausgewertet und jede/r SchülerIn wird einer Abteilung zugeordnet.
3. Wenn in einer Abteilung alle Arbeitsplätze vergeben sind, wird der
Alternativvorschlag berücksichtigt.
4. Wer eine mangelhafte Bewerbung einreicht, kommt automatisch in die Abteilung
"Bewerbungstraining", in der sie/er das Schreiben und Begründen von Bewerbungen noch
einmal übt.
5. Mit jedem/r SchülerIn wird ein Arbeitsvertrag geschlossen.
6. Die Abteilungen der Schülerfirma arbeiten jeden Donnerstag von der 1. bis zur 4. Stunde.
7. Die in der Schülerfirma erbrachten Leistungen werden in dem Fach Wirtschaft zensiert.
8. Die Arbeit in der Schülerfirma wird im Zeugnis erwähnt. Wer die Schule verlässt,
erhält eine Bescheinigung über die Arbeit in der Schülerfirma.
9. SchülerInnen, die ihre Leistungen nicht erbringen, schwänzen, unentschuldigt
fehlen oder andere Bestandteile des Arbeitsvertrages nicht erfüllen,
werden abgemahnt und eventuell sogar gekündigt. Sie kommen dann in die
Trainingsgruppe und müssen sich anschließend auf eine andere Abteilung bewerben.
Schülerfirma - Welche Abteilungen gibt es?
1. Holzwerkstatt I
2. Holzwerkstatt II
3. Holz- und Metallwerkstatt
4. Kreativwerkstatt
5. Cafeteria
6. Buchhaltung
7. Marketing
8. Bewerbungstraining
9. Schreibwarenladen
10. Multimedia
11. Sozialdienstleistungen im Cura Seniorenheim
(Aktuelle Fotos der einzelnen Abteilungen gibt es außerdem
hier zu sehen).
Was in den einzelnen Abteilungen gemacht und was von den MitarbeiternInnen erwartet
wird, können die SchülerInnen in einem Info - Kasten nachlesen.
Schülerfirma - Sponsoren
Für dieses Vorhaben benötigen wir ein Startkapital, das unser laufender Schuletat
nicht hergibt. Denn, wenn sich so ein ehrgeiziges Vorhaben nicht auch auf ein
solides Fundament gründet, droht es nach kurzer Aufbauphase einzustürzen.
Damit dies nicht passiert, hat sich die Gauß-Schülerfirma ein Sponsoren-Projekt
überlegt. Wie das funktioniert, können Sie unserem
Flyer entnehmen.
Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie möchten sich gerne finanziell an
dem Projekt beteiligen, finden Sie hier unsere Kontonummer:
Sparkasse Rotenburg/W. - Bremervörde
Kontonummer: 28045946
Bankleitzahl: 24151235
Sollten Sie noch Fragen an uns haben,
erreichen Sie uns hier: hs.gauss-sl[at]ewetel.net
Schülerfirma - Das schreibt die Presse
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