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    Carl-Friedrich-Gauß
    Hauptschule
    in Zeven


Projekte

An dieser Stelle werden diverse Projekte vorgestellt, die von SchülerInnen und LehrerInnen in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden oder immer noch aktuell sind.


Schneesportfahrten
Die Gauß–Hauptschule bietet seit 1982 seinen Schülern Schneesportfahrten an. Bis zum Jahre 2000 war Bayerisch–Eisenstein am Arber das Ziel. Die Fahrten fanden zunächst als Klassenfahrten, später in Form von Arbeitsgemeinschaften statt.

Auch die Angebote haben sich geändert: Wurden zunächst Ski alpin und Langlauf angeboten, so stehen seit acht Jahren Ski alpin und Snowboard zur Auswahl.

Beim Angebot Ski nutzen wir die Entwicklungen im Bereich der Skitechnologie und damit auch der Skitechnik: Mitte der 90er Jahre begann der Einstieg über die Big Foot und seit sechs Jahren fahren unsere Schüler mit den Super-Shorties (das sind 98 cm lange Ski, aber mit Taillierung). Skifahren erleben lautet unser Motto und das gelingt mit diesem Skityp und den entsprechenden Techniken (Fahrformen). Nach zwei Tagen steigen die Schüler auf 120 cm bis 150 cm lange taillierte Ski um. Ängstliche und zurückhaltende Lerner können aber weiter auf den Super-Shorties fahren. Ob längeres oder kürzeres Modell, die Schüler fahren gemeinsam in der Gruppe. Da wir den Tag in zwei Phasen teilen, eine Lernphase und eine Festigungsphase, Anwendungsphase und Probierphase, bieten wir in der zweiten Phase auch die Möglichkeit, Ski- und Snowboardfahrer zu mischen. Das gelingt!

Seit 2001 führen wir die Schneesportfahrt als Interessenfahrt (auf freiwilliger Basis) für Schüler der 8. – 10. Klassen im Rahmen des Projektes 0°-Ceslsius (360° Bildungsprojekte; www.celsius-projekte.com; von 2005 – 2008 Triple A – AdventureAlpsAllgäu; www.adventurealpsallgaeu.de) in Bad Hindelang/Oberjoch durch. Für die Schüler bedeutet das sechs Stunden pro Tag Ski oder Snowboard (zwei Einheiten von jeweils drei Stunden) und abends noch Informatik. In diesem Bereich arbeiten die Schüler mit Unterstützung eines EDV-Fachmanns an der Erstellung einer Präsentation der Projektfahrt (Powerpoint, Ulead Video 9). Jeder Teilnehmer bekommt zum Abschluss eine CD-ROM/DVD mit allen Arbeitsergebnissen, allen Bildern und Videosequenzen der Woche.

Vor der Fahrt liegen ca. sechs bis acht Wochen sportliche Vorbereitung. Dabei geht es vorangig um die Verbesserung des Gleichgewichtsgefühls und der Koordination: Inliner fahren, Einrad und Pedalo fahren, Balancieren in allen Lagen und Ebenen, Roll-Wippe und Therapie-Kreisel sollen den Einstieg auf die Gleitgeräte Ski und Snowboard anbahnen und erleichtern. Daneben lernen sich die Schüler aus verschiedenen Klassen und Jahrgangsstufen kennen (Schüler – Schüler; Schüler – Lehrer). Das gelingt durch das gemeinsame Sporttreiben problemlos. Zu Beginn der einwöchigen Projektfahrt tritt eine relativ homogene Schülergruppe mit einem gemeinsamen Interesse auf. Ca. 20 Schüler nehmen jährlich das Angebot wahr.

Die beiden Fahrten in den Jahren 2009 und 2010 haben wir gemeinsam mit der neu gegründeten Skischule Snow Academy Monika Berwein in Bad Hindelang/Oberjoch durchgeführt (www.snow-academy.info).

Mit dem Angebot an die Schüler verfolgen wir folgende Ziele:

1. Erlernen einer neuen Sportart und dabei

- Geräte- und Körpererfahrungen machen
- Bewegungszusammenhänge erkennen (Inline-Skaten, Schlittschuhlaufen)
- Erfahren, dass der körperliche Zustand den Lernerfolg beeinflusst
- Belastungen erleben und aushalten
- sich für eine wertvolle Sache einsetzen
- erfahren, dass Lernerfolge vom persönlichen Einsatz abhängig sind (ohne die eigene Person geht nichts)
- Steigerung des Selbstwertgefühls - stolz sein auf sich/etwas erreichen

2. Zusammenleben in der Gruppe/mit anderen

- Rücksichtnahme/Hilfsbereitschaft
- Umgangsformen
- Regeln/Absprachen einhalten und erfahren
- neue Mitschüler kennen lernen/mit und von ihnen lernen

3. Natur (Landschaft, Winter) erleben und bewahren

Für die Schüler haben wir unsere Vorstellungen wie folgt formuliert:

4. Informatik

- Erarbeitung einer Präsentation der Schneesportwoche (Powerpoint/Ulead Video 9)

In diesem Bereich stehen vom Anbieter noch weitere Angebote bereit. Wir haben uns aber für diesen Inhalt entschieden, weil die Bearbeitung ihres eigenen Tuns (sie sind die Hauptdarsteller) für die Schüler einen ungemein positiven emotionalen Effekt beinhaltet.

Für die Schüler haben wir unsere Vorstellungen wie folgt formuliert:

Verhaltensregeln/Erwartungen:

- Vorgaben akzeptieren (z.B. Absprachen über Alkohol, Nikotin, Verhaltensweisen)
- sich an die Leitidee der Fahrt, eine neue Sportart erlernen zu wollen, halten und mitarbeiten
- allen Teilnehmern der Fahrt gegenüber rücksichtsvoll, hilfsbereit, und höflich verhalten; das gilt natürlich allen Personen gegenüber, die man trifft
- Anweisungen der verantwortlichen Personen (Lehrer, Mitarbeitern) beachten
- sich im Hotel und in den Zimmern ruhig und rücksichtsvoll bewegen; die Einrichtung sorgfältig behandeln
- sich im Bus ruhig und angemessen verhalten
- notwendige Arbeiten übernehmen (z.B. Hilfe beim Tragen/Einlagern der Geräte, Zimmer in Ordnung halten)
- während der Freizeit sich angemessen und verantwortungsbewusst verhalten; die abgesprochenen Zeiten und Regelungen (z.B. nicht allein das Haus verlassen; abmelden) einhalten
- sich in die Gruppe einbringen; keine Außenseiterposition einnehmen wollen

Um den Schülern unseren Wunsch nach einer angenehm verlaufenden Fahrt zu verdeutlichen, schließen wir mit jedem Teilnehmer einen Vertrag ab, den die Lehrer und der jeweilige Schüler unterschreiben. Wir möchten damit auch die Bedeutung des gegenseitigen Achtens und Respektieren und die Verantwortung, die jeder Teilnehmer für das Gelingen übernimmt, herausstellen.

F. Grüneklee
















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